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Lesung mit Franz Rueb am 29. April 2010

Ort: 
Hotel Wartmann neben dem Bahnhof Winterthur, Rudolfstr. 15
Datum: 
Thursday, 29. April 2010 - 19:00

Franz Rueb liest aus seinem Buch „Rübezahl spielte Links aussen“, er erzählt und referiert zu seiner Kindheit in einem katholischen Heim, von rabiaten frommen Nonnen ziemlich grauslich geführt. Diese Erfahrung und Begegnung als Kind mit den Bösartigkeiten der heuchlerischen Vertreterinnen der Religion hat ihn fürs Leben gelehrt und geprägt. Die zweite Kindheitsphase erlebte er in einem evangelischen Heim. Da wurde zwar weniger gebetet, aber umso mehr gearbeitet auf dem Feld, im Garten, im Stall, in der Weberei. Das Regime war Arbeit als Erziehung, Arbeit als Religion. Ziel war die Zerstörung der Individualität, Glaube an die Autorität, Glaube an den Herrn und an die Herren. Der Autor schildert eindrücklich seine Rebellion dagegen.

Im zweiten grossen Komplex des Buches erzählt Rueb seine Sicht der Vorgänge, der Konflikte und Kämpfe von 1968. Er reflektiert die Auseinandersetzungen in der Achtundsech-ziger-Bewegung, die Konfrontationen mit dem bürgerlichen System und erzählt von seinen Erfahrungen aus persönlicher Sicht, auch von den Irrungen und Wirrungen im eigenen Lager. Seine Aufzeichnungen sind autobiografisch, aber keine Autobiografie. Berichte und Erzählungen wechseln sich ab mit Essays, Reflexionen, Gedanken und kritischen Bemergungen über zentrale Probleme und geläufige Schlagwörter der Zeit.

Möglichkeit zum Erwerb des Buches, das der Autor signieren wird.

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